motasdesign — Lunger & Scheiber OG

Dorfstrasse 16a, 6175 Kematen, Austria

pmt
14.8 km, ca. 16 min

Start in Innsbruck

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A12 Richtung Bregenz

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Ausfahrt Zirl Ost Richtung Kematen.

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Dem Straßenverlauf der L16 folgen.

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Beim Kreisverkehr die dritte Ausfahrt Richtung Oberinntaler Str. nehmen.

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Rechts abbiegen auf die Dorfstraße.
Rechte Straßenseite.

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Gestaltung für ein Gedenkzeichen

Szenografie & PlatzgestaltungenThemen- & Wanderwege
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Projektinfo
  • Ort: Innsbruck
  • Projektpartner: Wir sind Plural, Matthias Reichart
Beschreibung

Mit unserem Wettbewerbsbeitrag für ein Gedenkzeichen an die Opfer des Nationalsozialismus in Innsbruck wollen wir den Opfern wieder eine Stimme geben. Die Rufzeichen machen die Menschen aus der Vergangenheit sichtbar und hörbar. Als Signale im Raum markieren sie Orte der Verfolgung, Vertreibung und Ermordung und richten sich als Mahnung an kommende Generationen. Über einen QR‑Code sind die Einzelschicksale auf einer Webseite nachzuhören, gesprochen aus der Ich‑Perspektive.

Konzept und Gestaltung

Der Name ist ein zentraler Träger des Projekts. „Rufzeichen“ ist niederschwellig, offen für Inhalte und Interpretation und lässt sich klar kommunizieren. Die Form fügt sich in den Stadtraum ein und harmoniert mit dem Lichtmasten als Träger. Das Material ist goldfarben beschichtet und widerstandsfähig ausgeführt. Die Information am Zeichen ist reduziert. Die Nennung des Vornamens irritiert bewusst und regt zur Auseinandersetzung an.

Ein Projekt in Zusammenarbeit mit Wir sind Plural und Matthias Reichart.

FAQS
Wie findet man die gestalterische Balance zwischen historischem Gedenken und moderner Stadtgestaltung?

Das Gedenkzeichen nutzt eine reduzierte, fast meditative Formensprache, die durch den bewussten Einsatz von Materialität und Licht eine tiefe emotionale Resonanz erzeugt. Die typografische Gestaltung wird so in das Material (z. B. durch Gravur oder Durchbruch) integriert, dass sie je nach Sonnenstand unterschiedlich wahrgenommen wird, was die Vielschichtigkeit der Erinnerung symbolisiert. Das Ziel ist ein Ort der Kontemplation, der sich städtebaulich perfekt integriert, aber durch seine gestalterische Tiefe eine klare Zäsur im Alltag setzt.

Welche Rolle spielt die Haptik bei einem Mahnmal oder Gedenkzeichen?

Die Wahl der Oberflächen – etwa roher Beton im Kontrast zu glatt poliertem Metall – macht die Geschichte physisch greifbar und lädt zur Berührung ein. Diese haptische Interaktion verstärkt die Verbindung zwischen dem Betrachter und dem historischen Ereignis weit über die rein visuelle Information hinaus. Gestalterisch nutzen wir diese Kontraste, um Spannung zu erzeugen und die Ernsthaftigkeit des Themas in eine dauerhafte, materielle Form zu gießen.