Start in Innsbruck
A12 Richtung Bregenz
Ausfahrt Zirl Ost Richtung Kematen.
Dem Straßenverlauf der L16 folgen.
Beim Kreisverkehr die dritte Ausfahrt Richtung Oberinntaler Str. nehmen.
Rechts abbiegen auf die Dorfstraße.
Rechte Straßenseite.
- Ort: Innsbruck
- Auftraggeber: Wirtschaftskammer Tirol
- Projektpartner: beaufort Architekten
Raum 1 der Wirtschaftskammer sollte mehr sein als ein funktionaler Ort. Er sollte Offenheit ausstrahlen, Klarheit vermitteln und im Stadtraum präsent sein. Richtung Sparkassenplatz positioniert, wurde er zur Bühne für Austausch und öffentliche Sichtbarkeit – zur ersten Adresse für Presseveranstaltungen der Wirtschaftskammer Tirol. Die bestehende Gestaltung bot dafür noch keinen passenden Ausdruck. Es fehlte die räumliche Ruhe und funktionale Präzision, die ein Studio auszeichnet.
Struktur, Ruhe und ein klares Prinzip
Die neue Gestaltung folgt dem Prinzip des Studios: reduzierte Mittel, präzise eingesetzt. Lichtführung, Screen und Möblierung wurden atmosphärisch gedacht und so angeordnet, dass sie den Raum klar strukturieren. Zentrales Element ist der Würfel – entwickelt aus dem WK‑Quadrat und zum gestalterischen Prinzip erhoben. Die Wandgestaltung greift dieses Motiv als texturiertes Muster mit Tiefe auf: weniger Grafik, mehr Raum.
Die Glasfassade führt das Spiel nach außen weiter. Dreidimensionale Würfel schaffen Sichtschutz, setzen Akzente und verankern den Raum im Stadtraum. Temporäre Posterformate fügen sich selbstverständlich ein und bleiben gestalterisch integriert.
Ein Übergangsraum mit Identität
Auch die Passage wurde einbezogen. Das Muster setzt sich dort fort und ersetzt die alte Grafik durch ein lebendiges Gefüge aus verdichteten, gedrehten und verschobenen Quadern. Ein Spiel mit Rhythmus und Volumen, das der Passage eine neue Identität verleiht und sie zu einem Übergangsraum mit eigener Präsenz macht.
So entsteht ein Raum, der durch klare Struktur, präzises Informationsdesign und eine ruhige räumliche Haltung eine eindeutige Identität gewinnt.
In der Passage der WK-Tirol wird die Architektur durch großflächige Wandgrafiken und ein gezieltes Lichtkonzept rhythmisiert, um die Monotonie des Durchgangs zu brechen. Die Gestaltung nutzt hierbei eine klare Linienführung, die den Besucherstrom physisch leitet und gleichzeitig die Corporate Identity der Wirtschaftskammer modern interpretiert. Durch die Kombination von informativen Elementen und ästhetischen Farbakzenten wird der Raum von einer rein funktionalen Zone zu einer erlebbaren Markenwelt transformiert.
In Transiträumen ist die Wahl einer serifenlosen, hochgradig lesbaren Schriftart essenziell, um Informationen im Vorbeigehen schnell erfassbar zu machen. Die Typografie wird hier nicht nur als Informationsträger, sondern als grafisches Gestaltungselement eingesetzt, das mit den Proportionen der Wände spielt. Durch variierende Schriftgrößen und mutige Platzierungen entsteht eine visuelle Dynamik, die die Orientierung erleichtert und die Aufmerksamkeit des Betrachters gezielt steuert.