Start in Innsbruck
A12 Richtung Bregenz
Ausfahrt Zirl Ost Richtung Kematen.
Dem Straßenverlauf der L16 folgen.
Beim Kreisverkehr die dritte Ausfahrt Richtung Oberinntaler Str. nehmen.
Rechts abbiegen auf die Dorfstraße.
Rechte Straßenseite.
- Ort: Sölden
- Auftraggeber: Ötztal Tourismus
- Projektpartner: Herr Steindl, Bauhof Sölden, Zimmermann & Pupp, Idee Concept & Exhibition Engineering GmbH, Dr. Sebastian Marseiler, Ewald Schöpf, Gareth Norbury
Auf dem Themenweg Waalweg Mooserstegl begeben sich Besucher:innen in die jahrhundertealte Kultur der Waale. Der Weg thematisiert den Wert des Wassers im Ötztal und das Prinzip der Bewässerung anhand von acht Stationen, die zum bewussten Hören, Spüren und Spielen anregen. Im Einklang mit der Natur und der räumlichen Umgebung entstehen Orte der Achtsamkeit, der Aufmerksamkeit, der Wissensvermittlung, der Kulturbewahrung und der Entspannung.
Konzept und Gestaltung
Naturschonendes Arbeiten und der Einsatz vorhandener Elemente bildeten die Rahmenbedingungen. Daraus entstand ein ganzheitliches, integratives Designkonzept, das den Charakter der Landschaft aufgreift und bewahrt. Auch in der Umsetzung wurde auf naturverträgliche Materialien und eine umweltschonende Montage geachtet.
Beim Waalweg Sölden setzen wir auf eine „naturnahe Signaletik“, die Materialien wie Cortenstahl und Lärchenholz nutzt, um eine visuelle Brücke zwischen Handwerkstradition und moderner Gestaltung zu schlagen. Die grafische Aufbereitung erfolgt dezent, wobei die Typografie oft direkt in das Material graviert oder gelasert wird, was eine hohe haptische Qualität und Beständigkeit erzeugt. Das Ziel ist es, die Geschichte der historischen Wasserläufe (Waale) durch ein unaufdringliches Design erlebbar zu machen, das im Laufe der Zeit eine natürliche Patina ansetzt und so Teil der Landschaft wird.
Das grafische Design fungiert hier als Kurator, der komplexe historische Inhalte in kleine, leicht verdauliche Informationseinheiten unterteilt, um die Aufmerksamkeit der Wanderer gezielt zu steuern. Durch ein klares Layout-Raster werden technische Details der Wasserleitung mit emotionalen Geschichten verknüpft, wobei Illustrationen und Piktogramme Sprachbarrieren überbrücken. Gestalterisches Know-how zeigt sich hier in der Schaffung einer visuellen Dramaturgie, die den Weg rhythmisiert und an strategischen Aussichtspunkten gezielte Wissensanker setzt.