Start in Innsbruck
A12 Richtung Bregenz
Ausfahrt Zirl Ost Richtung Kematen.
Dem Straßenverlauf der L16 folgen.
Beim Kreisverkehr die dritte Ausfahrt Richtung Oberinntaler Str. nehmen.
Rechts abbiegen auf die Dorfstraße.
Rechte Straßenseite.
- Auftraggeber: Pfeifer Holz GmbH - Werk Kundl
- Projektpartner: Ben Carrieri
Pfeifer Holz ist ein großer Holzverarbeitungsbetrieb in Kundl in Tirol. Das Werk hat sich über viele Jahre entwickelt, neue Hallen, veränderte Abläufe und ein wachsendes Verkehrsaufkommen haben das Areal komplexer gemacht. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Orientierung ein wesentlicher Bestandteil funktionierender Logistik ist. In diesem Rahmen entstand ein Leitsystem, das Schritt für Schritt und im Austausch mit allen Beteiligten entwickelt wurde.
Verstehen, bevor gestaltet wird
Pfeifer Holz ist ein Ort mit vielen Gegebenheiten. Enge Wege, hohe Stapel, parallele Prozesse und Fahrerinnen und Fahrer aus unterschiedlichen Ländern prägen den Betrieb. Um Orientierung zu schaffen, braucht es ein Verständnis dafür, wie das Werk tatsächlich funktioniert. Die Arbeit beginnt daher vor Ort: mit Gesprächen, Begehungen und dem Wissen der Menschen, die täglich im Betrieb unterwegs sind. Logistik, Produktion, Einkauf und Werksleitung bringen ihre Perspektiven ein. Aus diesem Austausch entsteht ein Bild, das die Grundlage für jede gestalterische Entscheidung bildet.
Ein System, das Klarheit schafft
Auf dieser Basis entwickelte motasdesign ein System, das sich in den Alltag einfügt und ihn erleichtert. Beschilderungen mit hoher Fernwirkung, piktogrammbasierte und mehrsprachige Hinweise sowie ein Lageplan, der digital, gedruckt und direkt im Werk eingesetzt wird, bilden ein zusammenhängendes Ganzes. Es unterstützt Menschen dabei, schneller die richtigen Wege zu finden – unabhängig von Sprache oder Vorerfahrung. In einer Testphase wurden zentrale Elemente im Format 1:1 auf Papier ausgedruckt und vor Ort geprüft. Die Erkenntnisse flossen in den Prozess ein, Informationen wurden angepasst und die Gestaltung präzisiert. So wurde sichergestellt, dass das System einen hohen Nutzen für alle Beteiligten bietet.
Das Projekt zeigt, wie Orientierung entsteht, wenn Wissen aus dem Betrieb und gestalterische Expertise zusammenkommen. Entscheidungen wurden entlang der tatsächlichen Abläufe getroffen, Lösungen an den realen Anforderungen ausgerichtet. So entstand ein System, das den Alltag sicherer und einfacher macht und langfristig Bestand hat.